Der Sommer, die schönste Jahreszeit, bringt längere Abende, mehr Sonnenschein und zahlreiche Gelegenheiten, nach draußen zu gehen. Ohne Zweifel ist es das Lieblingswetter Ihres Hundes – es sei denn, Sie haben einen Husky. Aber wissen Sie, was wärmeres Wetter noch mit sich bringt? Risiken, über die viele Hundehalter erst nachdenken, wenn etwas schiefläuft.

Die Wahrheit ist: Die meisten hitzebedingten Notfälle entstehen nicht durch einen einzigen großen Fehler. Sie sind meist das Ergebnis mehrerer kleiner Fehler, die im Moment harmlos erscheinen. Nur weil Ihr Golden Retriever Spaß daran hat, immer wieder in den See zu springen, zu schwimmen und Gegenstände zu apportieren, bedeutet das nicht, dass seine Körpertemperatur nicht steigt und ihm Beschwerden bereitet. Hier sind sieben der häufigsten Fehler beim Sommerspaziergang mit dem Hund – und wie Sie sie vermeiden können.

Wichtige Erkenntnisse

  • 22 °C fühlen sich nicht immer wie 22 °C an. Luftfeuchtigkeit spielt eine Rolle. Direkte Sonneneinstrahlung spielt eine Rolle. Asphalt strahlt Wärme ab. Wind spielt eine Rolle.
  • Asphalt wird nicht nur heiß. Er absorbiert, speichert und strahlt Wärme ab und ist damit deutlich heißer als die Umgebungsluft.
  • Planen Sie die längeren Spaziergänge Ihres Hundes früher am Tag und reservieren Sie die Nachmittage für Beschäftigung in der Wohnung.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit verringert die Wirksamkeit des Hechtelns bei Hunden und kann es für sie noch gefährlicher machen, bei Hitze draußen zu sein.
  • Am besten ist es, den Spaß zu beenden, bevor Ihr Hund es selbst tun muss.

Fehler Nr. 1: Nur die Lufttemperatur als Maßstab nehmen

Das ist ein weit verbreiteter Irrtum unter Tierhaltern: zu glauben, es sei kühl genug für einen Mittagsspaziergang, nur weil draußen 22 °C sind.

🌡️ Tipp:

22 °C fühlen sich nicht immer wie 22 °C an. Luftfeuchtigkeit spielt eine Rolle. Direkte Sonneneinstrahlung spielt eine Rolle. Asphalt strahlt Wärme ab. Wind spielt eine Rolle.

Sie schauen auf die Wetter-App, tragen ein ärmelloses Oberteil und kurze Hosen und denken: „Was für ein schöner sonniger Tag” – während Ihr Hund auf dem heißen Pflaster steht und dabei einen Pelzmantel trägt.

Dazu kommt: Hunde kühlen sich anders ab. Anders als wir schwitzen sie nicht auf herkömmliche Weise. Sie kühlen sich durch Hecheln ab, weshalb das frühzeitige Erkennen von Überhitzungssymptomen wichtiger ist als die Wettervorhersage.

Die Wetter-App verrät Ihnen nichts davon, und kaum jemand denkt jeden Nachmittag daran, Luftfeuchtigkeit und Pflastertemperatur zu prüfen. Die Push-Erinnerungen von PawChamp übernehmen das Erinnern für Sie, damit der Plan auch an stressigen Tagen nicht auf der Strecke bleibt.

Fehler Nr. 2: Den Pflastertest vergessen

Wer Schuhe trägt, vergisst beim Spazierengehen leicht das Pflaster. Wir nehmen in der Regel die Luft wahr. Hunde erleben den Boden.

Heißes Pflaster wird nicht nur warm. Asphalt absorbiert, speichert und strahlt Wärme ab und ist damit deutlich heißer als die Umgebungsluft. Das stellt Hunde vor eine doppelte Herausforderung. Selbst wenn es abends bewölkt wird oder die Sonne untergeht, strahlt Asphalt die zuvor gespeicherte Wärme weiter ab.

An sonnigen Tagen steigt die Hitze vom Pflaster auf und umhüllt den Körper Ihres Hundes von unten mit heißer Luft, während die Sonne ihn von oben erwärmt. Die Pfotenballen stehen in ständigem Kontakt mit der heißen Oberfläche, und längere Exposition kann zu schmerzhaften Verbrennungen und Blasen führen. Stellen Sie sich vor, von allen Seiten gebacken zu werden! Wer im Juli schon einmal barfuß auf einen Poolrand getreten ist, weiß, wie trügerisch die Lufttemperatur sein kann.

✋ Tipp:

Um sicherzugehen, ob das Pflaster für Ihren Hund zu heiß ist, machen Sie den 7-Sekunden-Test. Legen Sie Ihre Handfläche fest auf das Pflaster und halten Sie sie 7 Sekunden lang dort. Wenn es für Sie zu heiß ist, ist es auch für Ihren Hund zu heiß.

Fehler Nr. 3: Zur falschen Tageszeit spazieren gehen

Ein langer Spaziergang um 6:30 Uhr morgens an einem warmen, sonnigen Tag ist deutlich besser als mehrere kurze Spaziergänge zur Mittagszeit. Beide mögen Ihren Hund körperlich ermüden, doch der Mittagsspaziergang kann ihn auch auf eine belastende Weise überfordern und erschöpfen. Zu wissen, wann man im Sommer am besten mit dem Hund spazieren geht, ist die halbe Miete.

Kühleres Wetter lädt viel mehr zum Erkunden ein. Es ermöglicht Hunden nicht nur, die Natur mehr zu genießen, sondern hilft ihnen auch, sich schneller von der Erschöpfung zu erholen. Mittagsspaziergänge an heißen Sommertagen gehen außerdem mit heißem Pflaster, intensiver Sonnenstrahlung und den höchsten UV-Werten einher. Planen Sie die längeren Spaziergänge Ihres Hundes früher am Tag und reservieren Sie die Nachmittage für Beschäftigung in der Wohnung.

Die Experten bei PawChamp helfen Ihnen dabei, einen abwechslungsreichen Tagesplan für drinnen und draußen für Ihren Hund zu erstellen. Die Bedürfnisse eines Chihuahuas unterscheiden sich erheblich von denen eines Labradors, und die Empfehlungen basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, Liebe und einem tiefen Verständnis für Hunde. Beantworten Sie ein paar Fragen zu Ihrem Hund, und Sie erhalten eine auf ihn zugeschnittene Routine.

Fehler Nr. 4: Warten, bis der Hund ernsthaft krank wirkt

Einer der größten Irrtümer, den wir über unsere Hunde hegen, ist der Glaube, sie würden es uns schon irgendwie mitteilen, wenn sie in Not sind. Wir vergessen oft, dass Hunde eine hohe Schmerztoleranz haben und dazu neigen, Schmerzen und Beschwerden zu ignorieren, wenn sie Spaß haben. Eine aufmerksame Beobachtung zeigt jedoch, dass jeder Hund, dem es nicht gut geht, subtile Veränderungen zeigt.

Zu den Warnsignalen gehören:

  • Starkes Hecheln, das nicht nachlässt
  • Übermäßiges Sabbern
  • Langsameres Tempo
  • Schatten aufsuchen
  • Leckerlis ablehnen
  • Sich wiederholt hinlegen

Wir neigen dazu, diese Anzeichen zu übergehen, weil sie nicht so dramatisch wirken und sich mit leichter bis normaler Hitzeerschöpfung überschneiden. An warmen Sommertagen ist es jedoch besser, besonders vorsichtig zu sein – und das gelingt leichter, wenn Sie die alltäglichen Stresssignale Ihres Hundes deuten können.

Handeln Sie beim ersten Anzeichen von Unwohlsein und stellen Sie sicher, dass Ihr Hund ausreichend Abkühlung, Belüftung und Flüssigkeit bekommt. Unser Leitfaden darüber, wie man einen Hund schnell abkühlt, erklärt Ihnen genau, was zu tun ist.

Fehler Nr. 5: Annehmen, dass Wasser das Hitzschlagrisiko beseitigt

Bevor ich es besser wusste, hatte ich fälschlicherweise angenommen, dass heiße und feuchte Tage besser sind als heiße und trockene Tage, da Schweiß verdunsten kann. Wie falsch ich damit lag!

Hunde kühlen sich in erster Linie durch Hecheln ab, nicht durch Schwitzen wie Menschen. Hecheln funktioniert, weil Feuchtigkeit von Zunge, Mund und Atemwegen verdunstet und dabei Wärme aus dem Körper ableitet. Feuchte Luft ist bereits mit Feuchtigkeit gesättigt, weshalb die Verdunstung erheblich langsamer abläuft und der Hund mehr Wärme im Körper behält.

Viele Hundehalter glauben auch, dass ihr Hund vollständig vor Überhitzung geschützt ist, solange er schwimmt. Schwimmen ist jedoch nach wie vor Bewegung und erzeugt sogar mehr Wärme als Laufen, weil Hunde ständig arbeiten müssen, um sich über Wasser zu halten. Ein Labrador, der fröhlich dreißig Minuten lang einen Ball aus dem See apportiert, kann trotzdem einen Hitzschlag erleiden – das ist eine wichtige Erkenntnis, die Sie bei Ihrer Planung der Wassersicherheit im Hinterkopf behalten sollten.

Kühles Wasser kann zwar helfen, macht Hunde aber nicht immun gegen Hitzschlag.

Fehler Nr. 6: Begeisterung über den gesunden Menschenverstand siegen lassen

Die Lebensfreude eines Hundes geht mit der Unfähigkeit einher, aufzuhören. Nicht umsonst spricht man von der „Golden-Retriever-Energie”. Rassen wie Golden Retriever, Labradore und Border Collies sind beim Spielen oder Erkunden so fokussiert, dass Hitze oder Unwohlsein sie scheinbar gar nicht beeindrucken.

🥎 Tipp:

Adrenalin kann Erschöpfung vorübergehend überdecken. Am besten ist es, den Spaß zu beenden, bevor Ihr Hund es selbst tun muss.

Animieren Sie Ihren Hund dazu, ausreichend Wasser zu trinken, und sorgen Sie für rechtzeitige Pausen.

Fehler Nr. 7: Annehmen, dass jeder Hund Hitze gleich verträgt

Die Hitzetoleranz von Hunden variiert erheblich von Hund zu Hund. Eine kurzschnauzige Rasse wie die Französische Bulldogge und ein Labrador, die an einem warmen, sonnigen Tag draußen spielen, werden die Sonne ganz unterschiedlich gut vertragen.

🐶 Tipp:

Der Labrador benötigt ausreichend Flüssigkeit und uneingeschränkten Zugang zu Schatten. Die Französische Bulldogge sollte sich nicht einmal länger als 5 Minuten in der Sonne aufhalten, da brachyzephale Rassen Schwierigkeiten haben, wenn ihre verkürzten Atemwege das Hecheln weniger effektiv machen.

Ebenso regulieren Welpen und ältere Hunde ihre Körpertemperatur weniger effektiv. Übergewichtige Hunde speichern mehr Wärme und ermüden schneller. Hunde mit dichtem Fell – bei denen die Pflege im Sommer einen echten Unterschied macht – oder mit bestehenden Erkrankungen benötigen möglicherweise noch mehr Vorsichtsmaßnahmen.

Es ist entscheidend, die Hitzetoleranz Ihres Hundes genau zu kennen, bevor Sie Sommerpläne mit ihm schmieden. Die Experten bei PawChamp geben personalisierte Empfehlungen, die es Hundehaltern ermöglichen, die Ratschläge an Rasse, Alter und Lebensstil ihres Hundes anzupassen.

So hilft PawChamp

Sicherheit im Sommer bedeutet, gute Gewohnheiten aufzubauen und Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, bevor Probleme entstehen. PawChamp bietet Ihnen praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die Sie jederzeit aufrufen können, wenn Sie Ihr Wissen auffrischen möchten:

  • Schritt-für-Schritt-Anleitungen und tägliche Challenges, die aus guten Vorsätzen eine echte Routine machen.
  • Fortschrittsverfolgung, damit Sie sehen können, was sich festigt.
  • Den Fragen Sie einen Hunde-Experten-Chat für die alltäglichen Entscheidungen, über die das Internet streitet.

In einer Welt, in der Informationen und Fehlinformationen gleichermaßen nur einen Klick entfernt sind, ist PawChamp darauf ausgelegt, Sie immer einen Schritt voraus zu halten. Die besten Hundehalter lösen Probleme nicht nur – sie verhindern sie. Betrachten Sie es als Ihren Sommerratgeber, der Ihnen hilft, sich auf häufige saisonale Herausforderungen vorzubereiten, bevor sie zum Notfall werden.

Fazit

Der Sommer ist die Zeit, um die schönsten Erinnerungen mit Ihrem Hund zu schaffen. Alles, was Sie dafür brauchen, ist ein bisschen Planung. Sie können das Risiko einer Überhitzung erheblich reduzieren, indem Sie sich der häufigsten Fehler bewusst sind und auf die Körpersprache Ihres Hundes achten. Jeder Hund ist anders – was bei einem funktioniert, muss bei einem anderen nicht funktionieren. Im Zweifel wählen Sie die kühlere Route, machen Sie mehr Pausen und lassen Sie das Wohlbefinden Ihres Hundes – nicht die Uhr – entscheiden, wann es Zeit ist, nach Hause zu gehen.