Als fürsorglicher und engagierter Hundehalter wissen Sie genau, dass Sie Ihren vierbeinigen Begleiter lieben. Sie kaufen ihm die angesagtesten Spielzeuge, verfüttern Leckerlis, die ihn sabbern lassen, und streicheln sein Fell am Kamin – aber was ist mit ihm? Weiß er eigentlich, dass Sie ihn lieben?
Falls Ihnen dieser Gedanke schon einmal kam, seien Sie beruhigt: Sie sind nicht allein. Sie sind damit in bester Gesellschaft. Als Hundetrainerin und Verhaltenberater bekomme ich diese Frage oft von besorgten Hundehaltern. Die gute Nachricht: Hunde lesen unsere Absicht, unseren Tonfall und unsere Routinen bemerkenswert gut.
Liebe aus der Sicht eines Hundes ist weit entfernt von den Hallmark-Bildern, die wir gewohnt sind. Es geht nicht um Rosen, herzförmige Geschenke oder Gedichte. Stattdessen kommt es auf Sicherheit, Berechenbarkeit und freundliche Aufmerksamkeit an.
Wichtige Erkenntnisse:
Hunde können Zuneigung gut verstehen, nehmen sie aber nach anderen Kriterien wahr als Menschen.
Wir können unseren Hunden auf einfache, wissenschaftlich belegte Weise Liebe zeigen, ohne sie zu verwöhnen oder zu verwirren.
Viele anhängliche Hundeverhalten sind kein Liebesbeweis, sondern Stressanzeichen.
Starke emotionale Hund–Halter-Bindungen entstehen durch kleine, tägliche Gewohnheiten.
5 Wege, Ihrem Hund Liebe zu zeigen
Wenn Hunde doch nur sprechen könnten! Würden wir sie fragen, ob sie wissen, wie sehr wir sie lieben, würden sie uns vielleicht freundlich erklären, dass unsere Liebe zwar leidenschaftlich, aber oft schwer verständlich ist.
Das Hauptproblem? Wir drücken als verschiedene Spezies Gefühle unterschiedlich aus. Wir Menschen zeigen unsere Liebe mit Gefühlen und Dingen wie Geschenken, Worten, Umarmungen oder Handlungen. Hunde dagegen erleben Liebe als emotionalen und körperlichen Zustand.
Oxytocinspiegel bei Hunden: Was bedeutet das und warum ist es wichtig?
Dies ist durch Studien belegt. Untersuchungen zeigen, dass, wenn Hunde Vertrauenssignale gegenüber Menschen zeigen, ihr Gehirn Oxytocin freisetzt – ein Hormon für Bindung und Sicherheit. Oxytocin schafft nicht nur Verbundenheit und Nähe, sondern beruhigt auch das Nervensystem.
Wird Oxytocin bei positiven Kontakten ausgeschüttet, kommt der Körper aus dem Alarmzustand in Entspannung. Der Herzschlag des Hundes verlangsamt sich, Stresshormone nehmen ab und das Tier kann Nähe zulassen.
Für Hunde zählt das weit mehr als Worte oder Gefühlsausdrücke. Hunde erleben Liebe über Dinge, die ihr Nervensystem entspannen. Sie fühlen sich gut, wenn sie Vorhersehbarkeit, Sicherheit und feste Muster erleben.
Top 5 Wege, Ihrem Hund Liebe zu zeigen: Hunde-Liebe-Challenge
Die meisten Hundehalter lieben ihre Hunde, aber der Alltag ist oft hektisch und „Liebe zeigen“ wird zu schnellen Spaziergängen und halbherzigem Kuscheln. Entscheidend ist nicht mehr Zeit, sondern dass Sie täglich wenige richtige Dinge tun, die Ihr Hund wirklich spüren kann.
Deshalb gibt es die PawChamp Hunde-Liebe-Challenge. Sie macht aus dem „Was soll ich heute tun?“ einfache Tageschritte – so hängt der Bindungsaufbau nicht von der Tagesform ab.
Diese fünf Ideen bilden das Fundament der Hunde-Liebe-Challenge:
1. Gemeinsame Qualitätszeit
Gemeint sind Schnüffelspaziergänge „Sniffaris“, gemeinsames Erkunden sowie gemeinsame Zeit ohne Ablenkung durch Bildschirme. Hunde blühen auf, wenn Sie ihnen Qualitätszeit durch Spiel und geistige Beschäftigung bieten – für Körper und Geist.
2. Positive Verstärkung in der Hundeerziehung
Konzentrieren Sie sich darauf, gewünschtes Verhalten mit Leckerlis, Lob und Spiel zu belohnen. Diese Trainingsform zeigt Ihrem Hund: Sie sind sicher, berechenbar und vertrauenswürdig. Das stärkt nachweislich die emotionale Hund–Halter-Bindung.
3. Klare, freundliche Körpersprache
Langsames Blinzeln, seitliches Annähern und sanfte Bewegungen signalisieren Ihrem Hund: „Sie können sich sicher fühlen.“ Hunde mögen keine festen Umarmungen oder viel Küssen – sie lieben ruhige, respektvolle Zuwendung auf ihre Art. Hunde reagieren auch positiv auf unseren ruhigen Tonfall.
4. Routine und Vorhersehbarkeit
Hunde lieben feste Abläufe im Alltag. Regelmäßige Fütterungs-, Spazier- und Ruhezeiten sind gemeint. Diese Routinen geben Sicherheit – und Sicherheit ist die Basis für Liebe in Hundesprache.
5. Selbstbestimmung – die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen
In der Verhaltensforschung bedeutet Selbstbestimmung, eigene Entscheidungen treffen zu können. Ermöglichen wir Hunden eigene Wahlmöglichkeiten, empfinden sie: „Ich kann mein Leben mitbestimmen“ statt „Mir passiert einfach alles.“
Die Wahl zu haben, ist wichtig, weil so die Kommunikation des Hundes respektiert wird. Wenn Sie Ihrem Hund Selbstbestimmung geben, zeigen Sie ihm: Er ist nicht ausgeliefert, Menschen hören ihm zu. So funktioniert Vertrauen mit Ihrem Hund aufbauen.
Ein Hund, der sich einer stressigen Situation entziehen kann, der wählen kann, wo er sich ausruhen möchte, oder der eine Interaktion ablehnt, die ihn verunsichert, ist ein Hund, der sich emotional sicher fühlt.
Anzeichen, dass Ihr Hund weiß, dass Sie ihn lieben
Ja, auch Hunde lieben Sie!
Wie sieht ein „Ja, ich liebe Sie auch“–Signal bei Hunden im Alltag aus? Hier sind einige feine, aber deutliche Zeichen, dass Ihr Hund Ihre Liebe spürt:
Weicher Blickkontakt (kein Anstarren, eher ruhiges Blinzeln)
Entspannte, lockere Körperhaltung
Ihr Hund sucht freiwillig Ihre Nähe
Sanftes Anlehnen an Sie
Ruhige Rückversicherungen beim Spaziergang (Ihr Hund blickt zurück, um sicherzugehen, dass Sie da sind)
Stress oder Liebe? Verhalten, die oft missgedeutet werden
Als Hundetrainerin und Verhaltenberater finde ich wichtig zu erwähnen: Manche Hundeverhalten wirken liebevoll, sind aber in Wahrheit Stress-, Unsicherheits- oder Bedürfnissignale. Hier einige Beispiele:
Ständige Anhänglichkeit. Sogenannte „Klett-Hunde“ erscheinen loyal, weil sie ihren Menschen überallhin folgen. Manchmal muss ich jedoch darauf hinweisen: Das kann ein Anzeichen für Trennungsstress sein. Solche Hunde suchen nicht Nähe, weil es schön ist, sondern weil sie sich getrennt nicht sicher fühlen.
Heftiges Hochspringen. Manche Hunde springen Menschen an, doch dahinter steckt oft Überforderung oder mangelnde Selbstregulation – nicht Zuneigung.
Ständiges Lecken. Viele halten Lecken an Händen und Gesicht für „Küsse”, aber häufig steckt hinter ständigem oder intensivem Lecken Stress oder Unsicherheit und keine Liebe. Dieses Beschwichtigen dient dazu, soziale Spannung abzubauen und Konflikte zu entschärfen.
Anstupsen für Aufmerksamkeit. Auch wenn es liebevoll wirkt: Übermäßiges Anstupsen und Pföteln ist oft Ausdruck von Langeweile, Frust oder gelerntem Aufmerksamkeitssuchen.
Verweigertes Erkunden. Hunde, die draußen am Bein bleiben, wirken sehr anhänglich. Aber Studien zeigen: Wer sich sicher fühlt, erkundet seine Umgebung. Ähnlich wie bei Babys sehen Hunde ihre Menschen als sichere Basis – zum Schnuppern, Entdecken und Entfernen, nicht für ständige Nähe.
Tägliche Bindung zu Ihrem Hund: Einfache Wege, sich zu verbinden
Wenn es Ihnen mit der Bindung zu Ihrem Hund ernst ist, ist eine tägliche Bindung mit einer hundefreundlichen Struktur der effektivste Ansatz. Füttern wir pünktlich, führen freundlich und geben klare Strukturen, lernt ihr Nervensystem: „Diese Person gibt mit Sicherheit.“ Das ist die Form von Liebe, die Hunde am meisten schätzen und verstehen!
Eine 1–3-minütige positive Verstärkungs-Trainingseinheit (ein Signal, ein paar Wiederholungen) zeigt Ihrem Hund, dass Sie sicher und berechenbar sind – das stärkt die Bindung. Fügen Sie Aktivitäten zur mentalen Stimulation hinzu, wie Schnüffelspaziergänge, Geruchssuchspiele zu Hause oder einen Kauartikel.
Bauen Sie auch ruhige „Nichts-Zeit“ ein, in der Sie einfach nur zusammen sitzen, ohne etwas zu fordern. Studien zeigen: Hunde lesen unsere Körpersprache und Tonlage viel mehr als Worte. Studien mit fMRT (wie die von Neurowissenschaftler Gregory Berns) belegen: Hunde verarbeiten bekannte Menschendüfte in den Belohnungszentren ihres Gehirns – unsere bloße Anwesenheit tut ihnen gut.
Um besser mit Ihrem Hund in Verbindung zu treten, geben Sie Wahlmöglichkeiten: Schnüffelort auswählen lassen, Begrüßungen meiden oder den Lieblingsplatz suchen lassen. Das sind echte Hundevertrauenssignale.
Wie PawChamp Ihnen hilft, Ihren Hund auf sinnvolle Weise zu lieben
Es ist leicht, seinen Hund zu lieben, aber dennoch unsicher zu sein, ob man ihm diese Liebe auch auf eine Weise zeigt, die er tatsächlich versteht. PawChamp macht es einfacher, indem es den Aufbau einer Bindung in einen klaren Tagesplan umwandelt, sodass Sie nicht raten müssen, was als Nächstes zu tun ist.
Das erwartet Sie:
Eine angeleitete Hunde-Liebe-Challenge, die den Aufbau einer Bindung in kleine tägliche Schritte unterteilt
Praktische Aktivitäten, die Ruhe, Vertrauen und eine echte Bindung fördern (ohne Überreizung)
Einfache Routinen, die Ihrem Hund durch Beständigkeit und Vorhersehbarkeit ein Gefühl der Sicherheit vermitteln
Schnelle, umsetzbare Trainingsmomente, die in der Sprache des Hundes die Botschaft „Du bist sicher und es lohnt sich, auf dich zu hören” verstärken
Fazit: So stärken Sie Ihre Hund–Halter-Bindung mit PawChamp
Wenn Sie sich fragen: „Weiß mein Hund, dass ich ihn liebe?“, sind Sie schon auf dem richtigen Weg. Die meisten Hunde zeigen deutlich, wenn sie sich sicher und geschätzt fühlen – Sie machen vermutlich schon vieles richtig.
Auch wenn Hunde Zuneigung anders verstehen als wir, sind die Kernpunkte überraschend ähnlich. Es geht vor allem um Sicherheit, Beständigkeit und sanfte Signale.
Wenn Sie solche Strukturen täglich und einfach auf Ihr Handy möchten, bietet die PawChamp Hunde-Liebe-Challenge daraus einen klaren Tagesplan.
Quellen
Horn, Lisa & Huber, Ludwig & Range, Friederike. (2013). Die Bedeutung des Secure-Base-Effekts für Haushunde - Evidenz aus einer manipulativen Problemlösungsaufgabe. PloS one
Cimarelli, Giulia & Schindlbauer, Julia & Pegger, Teresa & Wesian, Verena & Virányi, Zsófia. (2021). Secure-Base-Effekt bei ehemaligen Tierheimhunden und anderen Familienhunden: Fremde bieten in der Problemlöseaufgabe keine Sicherheit. PloS one
Díaz Videla, Marcos & López, Pablo A. (2017). Oxytocin in der Mensch–Hund-Bindung: Literaturübersicht und Analyse zukünftiger Forschungsfelder. Interdisciplinaria.
Gregory S. Berns, Andrew M. Brooks, Mark Spivak, Geruch des Vertrauten: Eine fMRI-Studie zu den Hirnreaktionen von Hunden auf bekannte und unbekannte Menschen- und Hundegerüche Behavioural Processes, Band 110, 2015.

